Mit Holz heizen

Sie werden jetzt vielleicht fragen: Ist das Heizen mit Holz heutzutage noch zeitgemäß? Oder ist es nur eine voreilige Reaktion vieler Hausbesitzer auf die sprunghaft gestiegenen Öl- oder Gaspreise?

Kann man dass der Umwelt überhaupt zumuten?

Wenn ein Baum heranwächst, nimmt er CO² aus der Luft auf und wandelt es mit Hilfe der Sonnenenergie in chemischen Prozessen in organische Substanz (Kohlenstoff) um. Zusätzlich entsteht der für uns lebensnotwendige Sauerstoff.

Beim verbrennen des Holzes wird der Kohlenstoff im Holz wieder zurückverwandelt in CO². Nebenbei entsteht die erwünschte Wärme.

Holz ist also ein optimaler Energieträger, denn er verbrennt ohne zusätzliches CO² zu erzeugen - man sagt: CO²-neutral. Wir nutzen also dabei die gespeicherte Energie der Sonne.
Umweltfreundlicher und zugleich preisgünstiger geht es kaum noch!

Worauf kommt es bei einer Holzheizanlage an?

Oft werden Holzheizanlagen nach der bekannten Formel PI x Daumen geplant. Nur wenige Firmen analysieren den Bedarf des Kunden und berücksichtigen auch die Qualität und Verfügbarkeit des Brennholzes.

Doch genau dass ist wirklich wichtig! Nur so kann die Leistungsgröße des Holzkessels und das Volumen des benötigten Puferspeichers ermittelt werden.

Die Leistungsangaben auf einen vorhandenen Öl- oder Gaskessel sind für diese Zwecke völlig ungeeignet!

 

Moderne Holzvergaserkessel arbeiten mit effizienten Regelungen die z.B. den Restsauerstoff im Abgas überwachen und dadurch die Verbrennungsparameter selbständig optimieren. Diese Typen zeichnen sich durch einen ausgezeichneten Wirkungsgrad und komfortabelste Bedienung aus. Fast schon wie bei eine Gas- oder Ölkessel.

Diese Anlagen sind besonders für Betreiber geeignet, die zu 90-100% mit Holz heizen möchten. Der Anschaffungspreis hat sich durch die niedrigen Brennstoffkosten nach wenigen Jahren wieder amortisiert. Beschleunigt wird dies noch durch die großzügigen Förderprogramme des Bundes bzw. der Länder.

 

Aber auch einfache Konstruktionen haben ihre Daseinsberechtigung! Sie sind sehr preiswert und einfach in der Handhabung und damit geeignet für alle "Gelegenheitsheizer"!

Der Wirkungsgrad ist bauartbedingt deutlich schlechter als bei einem guten Holzvergaserkessel und auch der Füllraum ist meist deutlich kleiner. Somit muss man halt etwas öfter nachlegen.

Aber einen eingefleischten Holzheizer stört das wenig, dieser Menschenschlag hält sich meist sehr gern im Heizraum auf.

Vorteilhaft für diese Kesselkonstruktionen ist auch die Eignung für Briketts aus Holzspänen oder Braunkohle. Damit läßt sich so mancher "Holzengpass" überbrücken.

Weiter möchte ich hier noch erwähnen, dass sich auch Modelle auf dem Markt befinden, die wahlweise mit Holz oder Holzpellets betrieben werden können.

Das ist eine sinnvolle Variante wenn für gewisse Fälle ein vollautomatischer Betrieb gefordert wird. Das könnte beispielsweise ein Krankenhausaufenthalt des Heizers oder auch ein Urlaub sein. Um die Wärmeversorgung trotzdem sicherzustellen wird einfach der Pelletbrenner eingeschwenkt, und alles läuft automatisch.

Oft sind diese Anlagen mit einem sogenannten Wochenbehälter ausgerüstet. Dieser wird mit Holzpellets (meist Sackware) gefüllt und reicht für 1-2 Wochen, je nach Witterung.

Möchten Sie mehr über die Dimensionierung eines Holzkessels erfahren, so können Sie per E-Mail unsere "Holzkessel-Checkliste" anfordern.

In dieser sind die Unterschiede der einzelnen Konstruktionen und deren Vor- und Nachteile erklärt ohne ein bevorzugtes Fabrikat zu bewerben.

Diese Holzkessel-Checkliste finden Sie auch links unter Downloads